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Multinationale EU-Camps

EU­Camp 2014

Der europäische Jugendaustausch diesen Jahres stand unter dem Motto „Capture your city“. Die Themenstellung befasst sich mit der Frage, wie können Jugendliche und junge Erwachsene ihren Lebensraum 'Stadt' gestalten. Die Stadt als Lebensraum bietet im Vergleich zu anderen, wie ländliche Regionen oder dörfliche Gemeinden, mit bestimmten Stärken und Grenzen andere Voraussetzung der Lebensgestaltung. Dabei sind die strukturellen Bedingungen jedoch häufig kaum auf die individuellen Bedürfnisse, vor allem ihrer jungen Bewohner_innen, ausgelegt. Während des Camps wurde versucht, auf Möglichkeiten, die Stadt im eigenen Sinne fruchtbar zu nutzen, aufzuzeigen. Im Folgenden werden Programmpunkte zur aktiven Gestaltung der eigenen Stadt dargestellt:

Urban Knitting

Beim sogenannten Urban Knitting werden Gegenstände der städtischen Öffentlichkeit schlichtweg eingestrickt. Durch die Strickwerke wird das Stadtbild bunter und interessanter. Unansehnliche Gegenstände, wie beispielsweise Laternenpfähle, Handläufe oder Straßenpoller, werden auffällig gestaltet und durchbrechen so das Einheitsgrau der städtischen Fassaden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beispiele, dass und wie Urban Knitting auch politische Statements treffen beziehungsweise unterstreichen kann, quasi als friedlicher und künstlerischer Protest. Zudem braucht es für ́s Urban Knitting keine besonderen Ressourcen außer ausreichend Geduld und etwas Fingerspitzengefühl.

Guerilla Gardening

Guerilla Gardening lebt von der Idee, die Städte wieder zu begrünen. Mehr Pflanzen im städtischen Lebensraum verschönern nicht nur das Stadtbild, was bei geplanten Begrünungen der Kommune vordergründiger Aspekt ist, sondern tragen darüber hinaus auch verschiedenen Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung. Hierzu werden zum Beispiel sogenannte Samenbomben angefertigt, welche anschließend in der Stadt verteilt werden.

Street Art

Es gibt mannigfaltige Formen von Street Art. Die „Straßenkunst“ begegnet uns so oft im öffentlichen Bereich wie wohl kaum eine andere darstellende Kunstform. Eines der wohl meist gesehenen Beispiele der Street Art ist wohl das des Graffiti. Im Camp sollten die Teilnehmer_innen die Chance bekommen, diese Form von Street Art selbst auszuprobieren, indem die Gesichter einiger Campteilnehmer_innen, mit Hilfe von vorher angefertigten Stencils, auf Spanplatten gesprüht werden sollten.

Neben Vorträgen und Workshops besuchten wir aufgrund des thematischen Rahmens der Veranstaltung einige Städte, die wenigstens aufgrund ihrer Größe unterschiedlich sind. Anliegen war, beispielhaft in Ilmenau, Suhl und Erfurt Ideen auszuprobieren und Projekte vorzustellen, die zeigen, wie man sich den städtischen Lebensraum zueigen machen könnte. In Ilmenau wurde den Teilnehmer_innen deshalb das Spiel Capture the flag, das typischerweise in Wald und Wiese gespielt wird, in einem abgegrenzten Bereich der Innenstadt angeboten. Die Resonanz der Ilmenauer Bürger_innen darauf war recht verschieden: Bei den meisten konnte man vornehmlich Irritation ob des ungewöhnlichen Schauspiels beobachten. Einige wenige traten interessiert an uns heran und fragten, was wir hier wohl veranstalteten. Auch äußerten sie sich positiv darüber, dass die Stadt belebt werde.

In Suhl wurden die Teilnehmer_innen in Kleingruppen eingeteilt und es wurde das Tausch­Spiel erläutert, in dem es darum ging, einen Alltagsgegenstand mit Passanten gegen etwas wertvolleres zu tauschen, um am Ende möglichst schöne Gegenstände als Erinnerung zu haben. Die Passanten haben vorwiegend sehr positiv reagiert und waren gerne bereit, Gegenstände aus ihren Taschen herzugeben und auch auf dem Markplatz waren die Bürger_innen äußerst interessiert an der ungewöhnlichen Zusammensetzung von Menschen und den verschieden Sprachen, die gesprochen wurden.

Als dritte Stadt stand Erfurt auf dem Plan, in der wir zwei Nächte verbrachten, damit mehr Programmpunkte durchgeführt werden konnten. Es wurde zum Beispiel ein Picknick im Stadtpark angeboten und es fand eine Art Stadtralley statt, bei der die Teilnehmer_innen Fotos von bestimmten Augenblicken, die sie persönlich geprägt haben, machten. Nach dem Besuchen der drei Städte und dem Durchführen der Workshops, haben die Teilnehmer_innen am Ende des Camps sehr gute Ideen finden können, wie sie auch ihre Heimatstadt aktiv verändern können. So haben einige Teilnehmer_innen aus großen Städten die Idee des Guerilla Gardening aufgenommen und es kamen Vorschläge zum Nutzen alter Industriegebäude, als Räumlichkeiten lokaler Projekte, auf. Alle Teilnehmer_innen haben Pläne erstellt, welche Möglichkeiten ihre eigenen Städte für junge Erwachsene auftun und wollen diese so gut wie möglich umsetzen, denn nicht nur bieten verschiedene Aktivitäten, wie Urban Knitting, eine aktive Teilnahme am Stadtleben, sondern eröffnen neue Arten sich selbst auszudrücken in einer leichten und Spaß bringenden Form.

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Herbstferien

Herbstferienspiele

Ort: Abenteuerwiese Erfurt, Lutherpark  |  Stadt: Erfurt
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2017
Herbstferien

Herbstfreizeit im Wald

Ort: Naturfreundehaus "Thüringer Wald"  |  Stadt: Schleusegrund
20
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Herbstferien

Outdoor-Wochenende

Ort: Naturfreundehaus "Thüringer Wald"  |  Stadt: Schleusegrund
 

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