| Die Badische Revolution Geschichtswerkstatt vom 27. – 30. April 2007 im Naturfreundehaus Bruchsal, Baden | ||
Am 27.04 machten wir uns auf, die badischen Naturfreunde zu besuchen und bei einer Geschichtswerkstatt mehr über die Badische Revolution 1848/49 zu erfahren. Also bestiegen wir das dampfbetrieben Pferd, um nach ungefähr 5 Stunden und ein wenig Zickzack durch Hessen in Bruchsal (ja für alle „Herr der Ringe“-Fans: ich habe mich nicht verschrieben) anzukommen. Dort wurden wir auch gleich von Axel, Bernd und Frederic abgeholt. Im Naturfreundehaus in Bruchsal angekommen, wurden wir gleich kulinarisch mit eine Orange-Chili-Suppe überrascht. |
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Mit angeregten Gesprächen und einigen tollkühnen Versuchen an den vorhandenen Büchern in badischer Mundart ging dieser erste Tag zu Ende. Trotz einer nächtlichen Lachattacke *danke Mädels* schaffte es am nächsten morgen jeder rechtzeitig zum Frühstück. Mit der S-Bahn ging es dann in Richtung Karlsruhe. Unterwegs versuchte Axel vergeblich, aber mit Engagement, uns das tolle Nahverkehrssystem näherzubringen. Im Zentrum von Karlsruhe hatte die Sonne die morgendliche Frische schon gänzlich vertrieben, so dass die kleine Stadtführung großen Spaß machte. Ein Highlight waren auch die vielen Brunnen, aus denen nicht alle wieder ganz trocken herauskamen. Als wir aber am Karlsruher Schloss ankamen, waren alle wieder bei der Sache. Bei der Führung durch das Schloss wurde uns die Entstehungsgeschichte der eigentlich noch jungen Stadt Karlsruhe (knapp 300 Jahre jung) näher gebracht und man fühlte sich ein wenig in diese Zeit zurückversetzt. Natürlich haben wir dann den Schlossturm bestiegen, um die Fächerstadt einmal von oben zu sehen. Man konnte sich die alten Gassen und Häuser fast vorstellen. |
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Anschließend stärkten wir uns bei einem ruhigen Picknick im Park und ließen uns nicht einmal von Raupenangriffen oder vorbeifahrenden Miniatureisenbahnen stören. Den Nachmittag verbrachten wir dann im so genannten ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Dort besuchten wir eine Ausstellung mit dem Namen „Revolution der Algorithmen“ und konnten viele der dort ausgestellten Kunstwerke selbst ausprobieren. Von Seifenblasen die Musik machen bis zum Fahrradfahren durch Amsterdam war alles dabei. Am Abend genossen wir dann einige zum Teil unverständliche aber sehr gut nachvollziehbare und witzige Stücke eines badischen Schriftstellers, der sich seinen Heimatdialekt bewusst zur Hilfe nimmt. Sehr anregend und amüsant. Auch für Zugereiste. Am nächsten Morgen begaben wir uns dann zu dem historisch wichtigen Rasstatt. Dort wurde die badische Revolution endgültig von Preußischen Truppen niedergeschlagen. Auch hier begaben wir uns zu einer Führung im Schloss. Bei dieser konnten wir vieles über den Verlauf und den Einfluss der Badischen auf die ganze Revolution in Deutschland lernen und uns selbst mit Gesang an Revolutzerliedern ausprobieren. Da das Wetter das vom Vortag fast noch übertraf, entschieden wir uns zum Mittagessen wieder für ein Picknick im Schlossgarten. Dort bot es sich auch gleich an, die neu gewonnen Erkenntnisse zu diskutieren und ins Jetzt zu übertragen. Als nächstes stand dann ein Besuch der badischen Geschäftstelle an. Diese befindet sich in einer alten Mühle in Durlach in der Nähe von Karlsruhe. Dort stellen die Badner sogar ihren eigenen Strom mittels Mühlrad her, das wäre doch auch einmal eine Überlegung für uns wert, die Gera ist ja gleich nebenan. Auf jeden Fall fassten wir dort noch einmal alles, was wir gelernt hatten, zusammen und diskutierten über unser Demokratieverständnis und was jeder eigentlich für Pflichten in einer Demokratie hat. |
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Danach war es an der Zeit nach Bruchsal zurückzukehren, denn es mussten noch einige Vorbereitungen für das heimliche Highlight, den „Thüringischen Abend“, getroffen werden. Am nächsten Tag hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen. Nach einer kurzen Auswertung und der Vertilgung letzter Speisen mussten wir schon wieder zum Bahnhof. Doch wir traten unsere Heimreise mit drei wundervollen erlebnisreichen Tagen im Hinterkopf an. Franz |
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